/ November 3, 2020/ Security

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“Ich hab doch nichts zu verbergen” oder “die wissen doch eh schon alles über mich” sind in der Regel die Antworten, wenn ich Bekannte, Freunde oder eben auch Mitglieder unserer 12-Schritte-Gruppen auf das Thema “Privacy” anspreche.

In aller Regel sind Vorstellungen, das mit den persönlichen Daten Dinge geschehen, die nicht mehr kontrollierbar sind eher utopisch oder gehören in die Ecke der paranoiden Verschwörungstheoretiker.

Die Gleichung, man sei nicht so wichtig, also keine Person im öffentlichen Fokus, ist schnell gelöst und das Thema gerät 1.2.fix wieder in den Hintergrund.

Der Übergang zur folgenden Situation ist brachial, denn ein Hackerangriff hat tausende psychotherapeutischer Daten in Finnland nun das Fürchten gelehrt. Nach dem Angriff sollte sich das Unternehmen wie üblich über die Zahlung in Bitcoins freikaufen können, oder es würden täglich 100 willkürlich ausgewählte Akten veröffentlicht. Das Unternehmen lehnte eine Verhandlung ab und die Hacker veröffentlichen die Akten.

Daraufhin wurden die Klienten, deren Akten veröffentlicht wurden ebenfalls erpresst, die sich dann mit 200€ in Bitcoins hätten freikaufen dürfen.

Die Geschichte ist noch nicht vom Tisch. Im Gegenteil nimmt sie nun erst Fahrt auf. Der persönliche Schaden über die Veröffentlichungen der psychologischen Problematiken betrifft ja im Endeffekt dann auch deren Freunde und Bekannte – auch wenn man dann mal eben ausmisten könnte, wer danach noch zu einem steht.

Wir von der CoDA-Labs AG können nicht oft genug darüber sprechen, wie wichtig es ist, sich Gedanken um die eigene Privatsphäre zu machen: nach Möglichkeit keine “kostenlos”-Hoster/Anbieter egal für was auch immer.

Nutzt die Alternativen zu Facebook, WhatsApp und Google. Nutzt das Wissen der Communitys und seid etwas skeptischer bei der Installation von Apps, die Euch letztlich mit Werbung überschütten. Werbung ist heute selten nur noch ein Bild, ein Banner was eingeblendet wird, sondern über JavaScript o.ä. explizit entworfene Generatoren, die allen möglichen Programm-Code nachladen.

Unternehmen, die EU-Datenschutz missachten oder die ihren Gerichtshof irgendwo in einer Wüste von Californien haben und so selten zur Rechenschaft gezogen werden können, solltet ihr ebenso meiden wie die “Gesundheits”-App als Trainingspartner.

An dieser Stelle wieder unser Hinweis, das wir uns über 12-Schritte Mitglieder freuen, die sich mit diesen Themen bereits auseinandersetzen und unsere Arbeitsgruppe unterstützen wollen.

In diesem Sinne…

gute 24 Stunden
//Andreas A.

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