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Unsere Motivation, wer wir sind und wie wir die Traditionen in unserem Handeln umsetzen.

1. Unser gemeinsames Wohlergehen sollte an erster Stelle stehen; die Genesung des einzelnen beruht auf der Einigkeit in CoDA.
2. Für den Sinn und Zweck unserer Gruppe gibt es nur eine höchste Autorität – eine liebende Höhere Macht, wie sie sich dem Gewissen unserer Gruppe zu erkennen gibt. Unsere Leiter sind nur betraute Diener; sie herrschen nicht.
4. Jede Gruppe sollte selbständig sein, außer in Angelegenheiten, die auch andere Gruppen oder CoDA als Ganzes angehen.
5. Jede Gruppe hat nur eine Hauptaufgabe – ihre Botschaft zu den Co-Abhängigen zu bringen, die noch leiden.
7. Jede CoDA-Gruppe sollte sich ganz selbst unterhalten und von außen kommende Unterstützung ablehnen.
9. CoDA selbst sollte niemals organisiert werden; jedoch dürfen wir Dienstausschüsse und Komitees bilden, die denjenigen direkt verantwortlich sind, welchen sie dienen.

Auszug aus den 12 Traditionen von CoDA


Es geht um unser gemeinsames Wohlergehen. Im Sinne der 1. Tradition kümmert sich diese Arbeitsgruppe darum, den größtmöglichen Schutz der Privatsphäre zu fördern und dabei die Schwelle der Umsetzbarkeit den Mitgliedern der Gemeinschaft ohne die Vorraussetzung von speziellem technischen Wissen erreichbar zu machen.

Das heißt, in dieser Arbeitsgruppe können die persönlichen technischen Fähigkeiten und Ressourcen zum Tragen kommen, damit später jeder Mensch daran teilhaben kann. Und dies mit größtmöglichem Komfort, “einfacher Sprache”, Barrierefrei, Fehlertoleranz bei gleichzeitigem Schutz der Privatsphäre und unter Einhaltung des 12 Schritte Konzeptes.

In der 2. Tradition weisen wir auf unser Gruppengewissen hin, welches sich in Arbeitsmeeting bildet. Wir favorisieren Konsensentscheidungen, denn solange auch nur eine Stimme sich entgegen dem Gruppengewissen entscheidet – zB. aus dem Bauchgefühl, noch unbegründeter Skepsis – scheint es, das noch nicht alle Fragen beantwortet wurden.

Damit versuchen wir so gut wie möglich, achtsam gegenüber Routine, blinder Betriebsamkeit oder purem Aktionismus zu bleiben.

Mit der 4. Tradition arbeiten wir unabhängig von anderen Gruppen (ohne die Zugehörigkeit aufzugeben). Durch die Einwahl von Bediensteten vertrauen wir der Höheren Macht, das die Entscheidung für ein Mitglied in einem Dienst im Einklang mit seinen Lebensumständen, seiner Motivation, seinem Verständnis den 12 Traditionen gegenüber besteht. Welche das im Detail sind, klärt sich durch die Gespräche mit der Gruppe.

Die 5. Tradition und auch die 9. Tradition erinnern uns daran, was und warum wir das tun, was wir tun. Wir arbeiten experimentell für die technische bzw. digitale Infrastruktur, die dem Hauptanliegen der jeweiligen 12 Schritte Gruppe (hier zum Beispiel CoDA) die Weitergabe der Botschaft zu ermöglichen und sich mit den sich daraus ergebenen Detailfragen zu beschäftigen.

Wir sehen uns auch als unterstützendes Arbeitskomitee, um zum Beispiel Fragen zur DS-GVO zu beantworten, die aus Erfahrung immer wieder im heftigen Gegensatz zu spirituellen Themen zu sein scheint.

Dennoch bilden wir keine Organisation ab, sondern bleiben eine aus Laien bestehende Arbeitsgruppe, die sich in besonderen Fragen externe Unterstützung holt.
Praktisch wäre das zum Beispiel das hinzuziehen von Anwälten, Rechtsberatern (Landesdatenschutzbeauftragte) oder kostenpflichtigen Softwareentwicklern.

Mit dem öffentlichen Kassenbuch verwalten wir im Sinne der 7. Tradition transparent die Kosten und Spenden, um dieses Projekt kostendeckend zu halten.

“Solange die Bande, die uns zusammenhalten, stärker sind als das, was uns trennt, ist alles gut.”

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