/ April 12, 2021/ Allgemein, Berichte, Security

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“Zäh sind manchmal einige Aufgaben – doch es geht voran”

Am Wochenende 09.-10. April 2021 fand eine CoDA GSV (Gruppensprecherversammlung) statt.
Diesmal Corona bedingt Online.

Die GSV-Orga hat aus den Themen, die von den Gruppensprechern aus den Meetings mitgebracht wurden, zeitlich rotierende Workshops (in Breakout-Rooms) durchgeführt, um sich gemeinsam den Fragen zu widmen.
Der Vollständigkeit halber folgt hier unser Dank für das Vertrauen, denn sowohl der CoDA-GDA-Dienst “Internet-Komitee” als auch der aktuelle Diener wurde dort einstimmig bestätigt.

Unter anderem kamen Fragen auf, ob sich Meetings nicht abhängig machen würden, wenn sie die Videokonferenzserver von CoDA-Deutschland nutzen würden.
Dazu möchte das Internet-Komitee gerne Stellung beziehen.

Die Hauptgründe sind: Datensicherheit, Datenschutz, Privatsphäre, Anonymität, Kostensparsamkeit.

Die Server sind deswegen eingerichtet worden, um den besonderen Ansprüchen gegenüber Datenschutz, Privatsphäre und Anonymität gerecht zu werden.
Die verwendete Software (Jitsi-Meet und BigBlueButton) ist Open-Source und kann von jedem selbst auf einem im Internet erreichbaren Server installiert werden. Da dies fachlich und technisch einiges an Knowhow verlangt, hat diese Aufgabe das Internet-Komitee übernommen – auch aus Gründen der Kostensparsamkeit.

Wenn ein Meeting so einen Server aufsetzt, (was absolut jedem Meeting freisteht) würde dieser lediglich zu dem besagten Meetings genutzt werden. Dies ist aus vielerlei Hinsicht nicht nur Verschwendung, sondern auch mit Risiken verbunden, da es sich nicht um einen PC zuhause handelt den man abschalten kann, sondern um einen Server, der im Internet in der Zwischenzeit ungenutzt und bestimmt auch unbeobachtet angeschaltet wäre.
Zu der Bereitstellung eines Servers gehört eben auch die Absicherung gegen Hackversuche, Hochverfügbarkeit und Updates aller auf diesem Server installierter Software. Neben der Videokonferenzsoftware eben auch das Betriebssystem und Programme, die das Zusammenspiel überhaupt ermöglichen.

Um dies der Einfachheit zu Bündeln, hat diese Aufgabe das Internet-Komitee übernommen, um dies allen CoDA-Meetings zur Verfügung zu stellen.

Zudem sind die Videokonferenzserver an die Bedürfnisse eines CoDA-Meetings angepasst, also z.B. die Aufnahme von Videostreams ist abgeschaltet, unter dem CoDA-Logo sind die Vorlesetexte verlinkt, keinerlei Log-Dateien werden angelegt, und so weiter.

Die Kosten für gemeinsam nutzbare Server für alle Meetings belaufen sich pro Server ca. auf 5-10 € monatlich. Dies wird derzeit durch die Gesamtspenden von CoDA-Deutschland finanziert.

Die gleichen Kosten würden jedoch für jedes Meeting anfallen, wenn diese sich dazu entschließen, einen eigenen Server aufzusetzen.

Unabhängigkeit

Die Frage zur Unabhängigkeit eines Meetings kann wie folgt beantwortet werden: Ob ein Meeting die CoDA-Videokonferenzsserver nutzt oder z. B. öffentlichen Jitsi-Meet-Server aus den Public-Listen oder jegliche anderen Dienste wie Zoom, Google-Meet, Teams, Skype ist bereits die Unabhängigkeit.

Mit der Nutzung unserer Server besteht keinerlei Verpflichtung oder Abhängigkeitsverhältnis. Dies kann jederzeit verändert oder beendet werden. Durch den Dienst und der daraus resultierenden Verantwortung gegenüber der CoDA-Gemeinschaft kann ein solcher Service nicht “mal eben abgeschaltet” werden. Also eher geht der GDA hier eine Verbindlichkeit gegenüber den Gruppen ein, nicht umgekehrt.
Alleine die Nutzung der offenen Inszanz (https://meet.coda-labs.de/) benötigt keinerlei Zustimmung unsererseits.

Ob Literatur durch unseren Versand bezogen wird oder eben virtuelle Meetings auf unseren Videokonferenzservern abgehalten werden, es sind lediglich Angebote, die unkompliziert genutzt werden können, aber nicht müssen.

Datenschutz und -sicherheit

Nochmals ein paar Worte zum Thema Datenschutz. Die Hoheit der wirklichen Einstellungen und tatsächlich im Hintergrund laufenden Dienste liegen bei den jeweiligen Anbietern solcher Serviceleistungen. Diese lassen sich weder bei US-Unternehmen noch bei jeglichen Anbietern von öffentlichen Videokonferenzservern beweisen oder kontrollieren.
Das Internet-Komitee ist ein Dienst für die CoDA-Gemeinschaft und wird transparent und so verantwortungsbewusst wie irgend möglich ausgeführt von CoDA-Mitgliedern, die in dieser Gemeinschaft die gleichen Bedürfnisse an Sicherheit, Klarheit und Zuverlässigkeit haben. Was soll ganz konkret dagegen sprechen, wenn dies als Service der Gemeinschaft bereit gestellt wird, um hier verbindlich und nachprüfbar die tatsächlichen Bedingungen zu aktuell geltenden Datenschutzgesetzen und Einhaltung von Privatsphäre zu schaffen?

Keep it simple

Zusammengefasst möchten wir hier auch nochmal darauf hinweisen, es geht darum, die Botschaft weiter zutragen. Unkompliziert Meetings zu realisieren um Co-Abhängigen die noch leiden den Raum zu geben, Erfahrung, Kraft und Hoffnung miteinander zu teilen. Und dies verbindlich und niederschwellig.

Gute 24 Stunden
(Internet-Komitee)

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