/ Oktober 10, 2021/ Allgemein, Berichte

Geschätzte Lesezeit: ca. 5 Minuten

“Wenn die Augen größer sind als der Magen” – ein Gedankensplitter zur Entscheidung des Vereins, den CoDA-Labs-FORK zu nutzen.

Grundsätzlich erscheint die Entscheidung, den FORK der Entwicklungen von CoDA-Labs zu nutzen als eine Art unterschwellige Anerkennung. Auch wenn dies im Nachgang bitter wirkt und scheinbar schwer über die Lippen geht. Wir wollen hier auf die Entscheidung eingehen und auch zu Angemessenheit und Vorsicht anregen!

In den letzten 7 Monaten (ab Feb/Mär21) wurde die Arbeit durch Konflikte auf Nebenkriegsschauplätzen behindert, missmutig und auch abwertend beschrieben. Wir können behaupten, sie wurde sabotiert:

  • durch fehlende Verbreitung/Kommunikation in die Gruppen/die Gemeinschaft (z.B. Newsletter), gerade was die Nutzung der virtuellen Meetings angeht
  • die Verlagerung der Kommunikation ins Webforum statt über den E-Mail-Verteiler, um einen Austausch von Interessierten zu fördern, wurde als nicht notwendig beurteilt. Stattdessen wurde die Kommunikation dann generell als “störend” bewertet und eingestellt!
    Seitdem ist die Kommunikation intransparent und auch Entscheidungen als Vorsondierungen finden im Verborgenen statt – genau das, was das Vertrauen in unserer Struktur gefährdet!
  • die Nutzung von Dokumentvorlagen in der Cloud, um die Arbeit effektiv und den Zeiteinsatz klein zu halten – sei zu technisch
  • die Nutzung der Cloud als Archiv für alte Beschlüsse/Protokolle, um Entscheidungen nachvollziehen zu können – “wir wollen nach Vorne blicken und Altes hinter uns lassen”
  • die Dokumentationen (alle Formate!), um sich schnell in die Werkzeuge einzuleben wurden nicht genutzt, nicht mal angesehen!
  • die Entwicklung der zentralen Meetingsdatenbank (statt einer über Jahre verwursteten Excel-Tabelle!), um den Arbeits-Overhead zu dezimieren, Übertragungsfehler zu vermeiden und die Pflege der Datensätze zu vereinfachen
  • der Zustand der Webpräsenz mit instabilem CMS und mit DSGVO kollidierenden Tools, Plugins wurde bereits Dez20 angesprochen und erforderte eine Entscheidung zum Umzug und Neugestaltung – wurde einfach ignoriert

Statt inhaltlich (sachlich) darauf einzugehen, hieß es permanent, es wäre eine “Überdigitalisierung”, “zu technisch”, “versteht doch niemand”, “Die E-Mails sind zu lang” und “wir haben durch die strukturellen Probleme zuwenig Zeit uns damit zu beschäftigen”. Obgleich es genau darum ging, die wenige Zeit ausreichend effektiv zu nutzen.
Henne oder Ei”!
Watzlawick würde sich freuen, denn es glich der “Anleitung zum Unglücklich sein” – “Wenn du mich liebtest, würdest du mich nicht kritisieren” – ein “Jump’n’Run” auf Beziehungs- und Sachebene.

Dieses Verhalten, also die fehlende Kommunikationsbereitschaft war einer der Hauptgründe, was die harmonische und klare Zusammenarbeit störte und (bisweilen hartnäckige) Rückfragen unsererseits führten zum “Erschlagt den Boten (Nicht!)”-Syndrom. “Wir” (auch die Unterstützer unserer Arbeit im GDA) wurden zu Störenfrieden erklärt und dann auch so behandelt.

Dass nun das Interesse für einen FORK vorhanden ist, scheint uns eher eine “Jäger und Sammler“-Devise zu sein, denn ein FORK impliziert ja eigentlich die Bereitschaft, die Entwicklungen weiter zu führen. Doch derzeit sind ja nicht einmal Administratoren am Horizont zu erkennen, die für die Server (Plural!) OS-Updates betreuen und IDS-Meldungen interpretieren. Geschweige Menschen mit Fähigkeiten über Programmiersprachen, System-/Netzwerkverständnis etc. zu finden, welche diese ehrenamtlich (also unentgeltlich!) verantwortungsbewusst, dokumentiert und standardisiert zur Verfügung stellen wollen.
Dies zieht dann auch Haftungsfragen nach sich, wenn inkonsistente Systeme kompromittiert und nicht gefixt werden, wenn von diesen dann Angriffe auf andere Systeme laufen!

Und letztlich ist es durchaus sehr inkonsequent, wenn die Arbeit 7 Monate lang schlecht geredet wurde und jetzt doch ein “haben wollen” entflammt.

Ist das diese “Ich gebe meine Fehler erst zu, wenn der Bote erschlagen ist”-Manier? Warum mussten erst 4 Diener:innen zurücktreten und eine ganze Arbeitsgruppe (CoDA-Labs) die Dienste einstellen, um dann die Anerkennung zu zollen, wie “wertvoll” die Arbeit letztlich doch ist?

Es hat auch etwas “mit fremden Federn schmücken” an sich. Doch letztlich wird sich die Gemeinschaft dazu ihr eigenes Bild machen.

Wir sind nach wie vor zu Gesprächen bereit und sicherlich auch ein Stück weit Ergebnis offen – doch erwarten wir Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, welche es von unserer Seite immer gab.

Ansonsten wünschen wir viel Erfolg! Wir gehören nicht zu jenen, die im Nachhinein verbittert sind, wenn die “Gegenseite” trotzdem Erfolg hat. Nein… denn es geht um die Gemeinschaft.

Gute 24 Stunden
//Redaktion

Share this Post