/ Februar 1, 2021/ Allgemein, Berichte, Security

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Es gab reichlich zu tun – technisch sowie organisatorisch.

Neben den “üblichen” Arbeiten an der Infrastruktur, die wie immer reproduzierbar und auch für Nachfolger mit weniger Know How zu betreuen sein muss, schreiten die Arbeiten an der Realisierung einer Meetingslisten-Datenbank voran.

Gründe für besondere Überlegungen sind hier:

  • Pflege der Meetingsdaten ist eher improvisiert
  • die Daten werden über ebenfalls improvisierte Tools visualisiert
  • die Tools sind inzwischen nicht mehr Datenschutz freundlich
  • die Tools sind unflexibel

Im Detail zeigt es sich in dieser Form:

Die Pflege der Meetingsdaten werden in Excel-Tabellen vorgenommen. Quasi eine Excel-Liste, die durch verschiedene Hände gereicht und damit von jedem in einer persönlich genutzten Excel-Version bearbeitet wird. Einige der administrativ an dieser Liste arbeitenden Diener fügen auch besondere optische Noten hinzu, welche unter den Office-Suiten und -Versionen zu Fehler führen. All diese “Sonder-Aktionen” hinterlassen Rattenschwänze von nicht mehr nachvollziehbaren Fehlern, die sich beim Export in PDF-Dateien (zB. die Meetingsliste zum Download auf der Homepage) auswirken.

Es gibt für Excel (& Co.) bestimmte Benutzungsregeln, nämlich einen Quelldatenpool, der möglichst CSV-Konform sein sollte, einen Präsentationsbereich, der nicht zum Export gedacht ist, sondern zum Visualisieren von Daten, Zahlen und Informationen bzw. in dem Daten miteinander verknüpft und in Formeln gewandelt neue Ergebnisse erzeugen.
Wenn solche Daten wieder exportiert werden müssen, sollte es eine eigene Ausgabetabelle geben, damit Software-Versions Probleme sich nicht auf den Export auswirken.

Dies zu kommunizieren ist mühselig, wenn das tiefere Verständnis zur Software fehlt – was wir auch nicht voraussetzen – jedoch bleibt es eben Fakt, wenn die Daten hinterher von anderen Diensten weiter verarbeitet werden sollen.

Desweiteren ist die Darstellung der Daten auf der Homepage über ein improvisiertes Tool namens “Store Locator”, welches zum einen nicht Datenschutzfreundlich ist (jeder Besucher wird über die aktive Google-Map mit Google-Inc verbunden) – es findet ein Datenaustausch statt, also sämtliche Aktionen auf der im Zusammenhang mit der Meetingssuche vollzogenen Klicks gehen auch an Google und werden dort ausgewertet.

Dies kann nicht unterbunden werden, da dieses Tool selbst im Kern eine Entwicklung von Google ist, also es werden Bibliotheken genutzt, die von Google-Entwicklern erstellt wurden und genauestens darauf ausgerichtet sind, Daten zentral zu Google zu senden.

Aus diesem Grunde besteht seit Oktober 2020 ein Unterkomitee, das sich mit der Entwicklung einer eigenen, unabhängigen und datenschutzfreundlichen Meetings-Datenbank beschäftigt, die folgende Kriterien erfüllen soll:

  • Benutzerverwaltung für den Zugriff
    (wer darf lesen, schreiben, erstellen, löschen)
  • Exportfunktionen für Suchergebnisse, für PDF-Listen, für Backups
  • zentraler Datenpool mit eigenen Schnittstellen

Um hier das Rad nicht immer wieder neu zu erfinden, haben wir geschaut, ob es soetwas bereits gibt und wurden bei Narcotics-Anonymous fündig. Ein Entwickler-Projekt namens BMLT hat bereits soetwas realisiert und die Kontaktaufnahme ergab ein breites Potential für Partizipationen.

Testinstallationen der BMLT-Toolbox ermöglichen nun, das nicht nur ein einziger Diener die Daten pflegen muss, sondern das die Pflege auch delegiert werden kann. Die Schnittstellen ermöglichen das Einbinden von OpenStreetMap Karten in die eigenen Homepages – in Vorausschau, das früher oder später mehrere Meetings oder auch Regions-Gruppen ihre eigenen Webseiten erstellen werden. Je nach Suchkriterien werden nicht nur die Meetings auf den Geo-Maps angezeigt, sondern können auch individuelle(!) Meetingslisten erzeugen:

… nämlich druckfertige Listen als Drei-Falter, Vier-Falter, DIN A4, DIN A5 mit eigenen Begleittexten, mit Legenden für unterschiedlichen Meetingsformaten (WorkShops, Präsenz-/Virtuell-/Telefon.. Meetings, Jahrestreffen, reine Arbeits-Meetings,…) – alle nach Suchkriterien individuell zusammen gestellt!

Damit erübrigt sich zum Beispiel auch das Erzeugen einer “allgemein gültigen” Meetings-PDF, die alleine zur fehlerfreien Darstellung Stunden verbraucht, damit sie Plattform übergreifend (Portable Data Format) auch druckbar ist, denn das kann nun jeder selbst tun.

Nähere Informationen auf der Projekt-Unterseite “Projekt: BMLT”

Soweit, so gut 🙂

Demnächst werden die Dienstbeschreibungen für das Internet-Komitee und die Teilnehmer für das Unterkomitee “CoDA-Labs” auf der CoDA-Deutschland Webseite bereit gestellt. Wir hoffen dadurch natürlich einen Zuwachs von Mitgliedern, die über Programmier- und Administrationsfähigkeiten verfügen und dies im Sinne der 12 Traditionen auch bereit sind in ihrem Rahmen zu teilen und gemeinsam an der Umsetzung der Kernaufgabe vom Internet-Komitee für eine sichere und effektive IT-Infrastruktur sorgen möchten.

In diesem Sinne…

.. gute 24 Stunden und “bleibt gesund!”

Euer Internet-Komitee
//Andreas A.

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